Setze einen Timer und beantworte drei Fragen: Was ist gesichert, was ist unklar, was liegt in meinem Einfluss? Schreibe Abschlusszeilen: Heute tue ich X, lasse Y, danke Z. Schließe das Journal physisch, lege einen Stift darauf, atme aus. Das sichtbare Ende gibt dem Kopf Ruhe. Sammle außerdem hilfreiche Links an einem Ort, statt sie quer durch Apps zu verlieren, und überprüfe wöchentlich, ob sie noch dienen.
Greifbare Tätigkeiten regulieren, weil sie rhythmisch, sinnlich und abschließbar sind. Schneiden, rühren, falten, wischen – der Körper versteht diese Sprache. Koche eine Suppe, während ein langer Artikel im Hintergrund ruht, nicht plappert. Räume eine Schublade, bevor du Kommentare liest. So entscheidest du über Dosierung und Tempo. Das Ergebnis ist sichtbar und nährt Selbstwirksamkeit, die dich auch bei schwierigen Nachrichten stabiler schauen lässt, ohne innerlich zu verhärten.
Naturkontakte, selbst klein, beruhigen das Nervensystem messbar. Steh barfuß auf dem Balkon, atme kühle Luft, betrachte einen Baum, zähle Vögel. Lege eine Mini-Schleife um den Block, während du das Telefon bewusst zuhause lässt. Benenne fünf Dinge, die du siehst, vier, die du hörst. Diese realen Reize verankern dich in der Gegenwart und relativieren die digitale Lautstärke, ohne sie zu leugnen oder wegzudrücken.
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